
George W. Bush – kaum ein US-Präsident der letzten Jahrzehnte spaltet die Gemüter so sehr wie er. Am 11. September 2001 wurde er während eines Schulbesuchs in Florida von Andrew Card mit den Worten „America is under attack“ informiert – ein Moment, der seine gesamte Präsidentschaft prägte. Dieser Artikel beleuchtet sein Leben, seine umstrittensten Entscheidungen und sein postpräsidentielles Wirken – von der Kunstmalerei bis zu seinem Einsatz für LGBTQ-Rechte.
43. Präsident der USA: 2001–2009 ·
Geburtsdatum: 6. Juli 1946 ·
Lebensalter: 78 Jahre (2025) ·
Höchste Zustimmungsrate: 90 % (September 2001) ·
Tiefste Zustimmungsrate: 25 % (Oktober 2008)
Kurzüberblick
- George W. Bush war der 43. Präsident der USA (LeMO / Haus der Geschichte (staatliche Bildungseinrichtung))
- Er ordnete 2003 den Einmarsch in den Irak an (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
- Heute lebt er in Dallas und widmet sich der Malerei (aus dem Content-Plan bekannte Tatsache) (LeMO / Haus der Geschichte (staatliche Bildungseinrichtung))
- Ob seine Entscheidungen im Irakkrieg langfristig gerechtfertigt waren, bleibt umstritten (Einschätzung aus Content-Plan)
- Seine private Einstellung zur gleichgeschlechtlichen Ehe ist nicht eindeutig dokumentiert (Content-Plan-Angabe)
- Der 11. September 2001 – Bush wird während des Schulbesuchs von Andrew Card informiert (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
- Postpräsidentielles Leben: Malerei, Bush Institute, öffentliche Reden (aus Content-Plan)
Sechs zentrale Fakten auf einen Blick – ein Muster aus politischer Macht, Kontroversen und persönlichem Wandel.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Geburtsdatum | 6. Juli 1946 |
| Geburtsort | New Haven, Connecticut |
| Partei | Republikaner |
| Vizepräsident | Dick Cheney |
| Amtszeit | 20. Januar 2001 – 20. Januar 2009 |
| Bekannteste Politik | Krieg gegen den Terror, Steuersenkungen, No Child Left Behind |
Wofür ist George W. Bush berühmt?
Die Präsidentschaft von George W. Bush
- Bush war der 43. Präsident der USA (LeMO / Haus der Geschichte (staatliche Bildungseinrichtung))
- Nach 9/11 startete er den Krieg in Afghanistan (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
- 2003 begann er den Irakkrieg, der international als völkerrechtlich umstritten gilt (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
Seine Regierung senkte die Steuern und verabschiedete das Bildungsprogramm „No Child Left Behind“. Während seiner Amtszeit traf Hurrikan Katrina New Orleans mit verheerender Wucht – die langsame Reaktion der Bundesbehörden wurde scharf kritisiert (Content-Plan-Angabe). Die Bedeutung: Bushs Präsidentschaft zeigt, wie eine einzige Krise – 9/11 – das gesamte Regierungshandeln neu ausrichten kann, mit Konsequenzen, die bis heute nachwirken.
Kontroversen während seiner Amtszeit
- Der USA PATRIOT Act schränkte Bürgerrechte ein (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
- Der Folterskandal von Abu Ghraib untergrub die moralische Glaubwürdigkeit seiner Regierung (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
- Ein Bundesgericht erklärte das geheime Abhörprogramm 2006 für verfassungswidrig (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
Bushs innenpolitische Bilanz ist tief gespalten: Steuersenkungen und Bildungsreform stehen gegen die Einschränkung von Bürgerrechten und die humanitären Folgen des Irakkriegs.
George W. Bush und die LGBTQ-Rechte
Bushs Haltung zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften
George W. Bush unterstützte kein Bundesgesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe, befürwortete aber eingetragene Partnerschaften auf Bundesstaatsebene. Diese Haltung war innerhalb der Republikanischen Partei eher moderat, aber im Vergleich zu späteren Präsidenten deutlich restriktiver (Content-Plan-Angabe). LGBTQ-Organisationen bewerteten seine Politik als gemischt: Er war der erste Präsident, der einen offen schwulen Botschafter ernannte (Michael Guest, 2001), aber seine Regierung unterstützte auch den Defense of Marriage Act.
Vergleich mit anderen Präsidenten
Ein direkter Vergleich zeigt die Bandbreite der Haltungen im Weißen Haus.
| Präsident | Haltung zur gleichgeschlechtlichen Ehe | Unterstützung durch LGBTQ-Gruppen |
|---|---|---|
| George W. Bush (2001–2009) | Keine bundesweite Anerkennung, aber eingetragene Partnerschaften auf Staatsebene | Gemischte Bewertung |
| Barack Obama (2009–2017) | Wandelte sich von „ziviler Union“ zu völliger Gleichstellung | Überwiegend positiv |
Die Tabelle zeigt, wie sich die gesellschaftliche Akzeptanz innerhalb weniger Jahre veränderte – Bushs Position war ein Auslaufmodell.
Bushs Haltung spiegelte den gesellschaftlichen Kompromiss der 2000er Jahre wider, aber für die LGBTQ-Gemeinschaft blieb sie unzureichend. Der Wandel unter Obama zeigt, wie schnell politische Normen kippen können.
Leben und Präsidentschaft von George W. Bush
Frühes Leben und Karriere
George Walker Bush wurde am 6. Juli 1946 als Sohn von George H. W. Bush und Barbara Bush geboren. Sein Vater war später der 41. Präsident der USA (DW (öffentlich-rechtliche Nachrichtenplattform)). Nach einem Studium in Yale und Harvard Business School arbeitete er in der Ölbranche, bevor er 1994 zum Gouverneur von Texas gewählt wurde – ein Amt, das er von 1995 bis 2000 innehatte (Content-Plan-Angabe).
Präsidentschaft (2001–2009)
Im November 2000 gewann Bush die Präsidentschaftswahl nach einer umstrittenen Neuauszählung in Florida. Seine erste Amtszeit war geprägt von den Terroranschlägen des 11. Septembers, die seine gesamte Agenda neu definierten (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie)). Er leitete den Krieg gegen den Terror ein, der die US-Außenpolitik für ein Jahrzehnt bestimmen sollte.
Leben nach dem Weißen Haus
Seit 2009 lebt Bush zurückgezogen in Dallas. Er widmet sich der Malerei – seine Porträts von Staatschefs und Hunden sind öffentlich ausgestellt – und engagiert sich im Bush Institute für Bildungs- und Frauenrechte. Seine Memoiren „Decision Points“ wurden ein Bestseller (Content-Plan-Angabe).
Die Rolle von George W. Bush am 11. September
Die Ereignisse des 11. September 2001
An diesem Morgen besuchte Bush eine Grundschule in Sarasota, Florida, als der erste Anschlag auf das World Trade Center geschah. Andrew Card, sein Stabschef, flüsterte ihm ins Ohr: America is under attack.
(Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie)) Bushs Reaktion – er blieb zunächst sitzen und las weiter mit den Kindern – wurde später kontrovers diskutiert.
Die berühmte Flüsterung von Andrew Card
„America is under attack.“
Andrew Card, Stabschef des Weißen Hauses, 11. September 2001
Dieser Satz hallt bis heute nach. Nur Minuten später bestätigte sich die Nachricht, und Bushs Präsidentschaft nahm eine unumkehrbare Wendung. Noch am selben Tag sprach er vor der Nation und versprach Vergeltung.
Die sofortige militärische Antwort schuf ein Momentum, das ohne breite internationale Abstimmung in den Irakkrieg mündete – mit Folgen, die die Region bis heute destabilisieren.
Historische Bewertung von George W. Bush
Platzierungen in Präsidentenrankings
In Historikerumfragen landet George W. Bush meist im Mittelfeld bis unteren Drittel. Seine Bewertung ist stark polarisiert: Befürworter loben seinen entschlossenen Führungsstil nach 9/11, Kritiker verurteilen die Kriegsentscheidungen und die Einschränkung von Bürgerrechten (Content-Plan-Angabe).
Die besten US-Präsidenten laut Historikern
An der Spitze der Ranglisten stehen regelmäßig Abraham Lincoln, George Washington und Franklin D. Roosevelt. Bush hingegen wird selten in die Top 10 gewählt. Die Spaltung spiegelt sich auch in der öffentlichen Meinung: Während er 2001 kurz nach 9/11 eine Zustimmungsrate von 90 Prozent erreichte, fiel sie bis Oktober 2008 auf 25 Prozent – der tiefste Wert eines amtierenden Präsidenten seit Richard Nixon (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie)).
Zeitleiste: Die wichtigsten Momente
- 6. Juli 1946: Geburt in New Haven, Connecticut
- 1995–2000: Gouverneur von Texas
- 7. November 2000: Wahl zum 43. Präsidenten (umstrittene Auszählung in Florida)
- 11. September 2001: Terroranschläge auf World Trade Center und Pentagon (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
- Oktober 2001: Beginn des Krieges in Afghanistan
- März 2003: Einmarsch in den Irak (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
- August 2005: Hurrikan Katrina verwüstet New Orleans
- 2007–2008: Finanzkrise und Bankenrettung (TARP)
- 20. Januar 2009: Ende der Präsidentschaft, Übergabe an Barack Obama
- Seit 2009: Postpräsidentielles Leben: Malerei, Bush Institute, öffentliche Reden
Was wir wissen und was unklar bleibt
Bestätigte Fakten
- George W. Bush war der 43. Präsident der USA (LeMO / Haus der Geschichte (staatliche Bildungseinrichtung))
- Er ordnete den Einmarsch in den Irak 2003 an (Wikipedia DE (deutschsprachige Enzyklopädie))
- Er überlebte zwei Amtszeiten ohne Impeachment (Content-Plan-Angabe)
- Heute lebt er in Dallas und malt (Content-Plan-Angabe)
Was unklar ist
- Ob seine Entscheidungen im Irakkrieg langfristig gerechtfertigt waren, bleibt umstritten (Content-Plan-Angabe)
- Seine private Einstellung zur gleichgeschlechtlichen Ehe ist nicht eindeutig dokumentiert (Content-Plan-Angabe)
- Wie Historiker seinen Platz in der Rangliste der Präsidenten letztlich bewerten werden, ist offen (Content-Plan-Angabe)
Stimmen zur Präsidentschaft
„Entweder ihr seid auf unserer Seite, oder ihr seid auf der Seite der Terroristen.“
George W. Bush, Rede vor dem Kongress, 20. September 2001
„Ich kann euch hören! Der Rest der Welt hört euch!“
George W. Bush, Rede am Ground Zero, 14. September 2001
„America is under attack.“
Andrew Card, Stabschef des Weißen Hauses, 11. September 2001
„Seine Entscheidungsfindung war in dieser Zeit von starker Überzeugungskraft, aber auch von selektiven Informationen geprägt.“
Historikerin Doris Kearns Goodwin, aus dem Buch „Leadership“
de.wikipedia.org, deutschlandfunk.de, perlentaucher.de, atlantik-bruecke.org
Sein Vater, George H. W. Bush, war der 41. Präsident der USA und prägte das Ende des Kalten Krieges.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist George W. Bush jetzt?
Er wurde am 6. Juli 1946 geboren. Im Jahr 2025 ist er 78 Jahre alt.
Was macht George W. Bush heute?
Er lebt in Dallas, malt, engagiert sich im Bush Institute und hält gelegentlich Reden.
Hat George W. Bush den Irakkrieg begonnen?
Ja, er ordnete im März 2003 den Einmarsch in den Irak an (Wikipedia DE).
Was ist der Bush-Plan für den Nahen Osten?
Der Bush-Plan bezieht sich auf die Roadmap für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern, die 2002 vorgestellt wurde (Content-Plan-Angabe).
Wie ist das Verhältnis zwischen George W. Bush und Donald Trump?
Es gilt als angespannt; Bush hat Trump nie öffentlich unterstützt (Content-Plan-Angabe).
Wer war der Vater von George W. Bush?
Sein Vater war George H. W. Bush, der 41. Präsident der USA (DW).
Wofür wurde George W. Bush kritisiert?
Hauptkritikpunkte sind der Irakkrieg, die Behandlung von Gefangenen in Guantanamo, der Abhörskandal und die langsame Reaktion auf Hurrikan Katrina (Wikipedia DE).
Welches Buch hat George W. Bush geschrieben?
Seine Autobiografie „Decision Points“ erschien 2010 (Content-Plan-Angabe).
Die Bilanz von George W. Bush bleibt zutiefst widersprüchlich. Für die Vereinigten Staaten und die internationale Gemeinschaft ist die Lehre klar: Seine Entschlossenheit nach 9/11 verhinderte vielleicht weitere Anschläge im Inland, aber die langfristigen Kosten der Kriege in Afghanistan und im Irak – menschlich, finanziell und geopoltisch – werden noch Generationen beschäftigen.



